Familienfreundliche Skigebiete

Jahr für Jahr werden in den Alpen die familienfreundlichsten Skigebiete von Zeitschriftenverlagen oder Agenturen ausgezeichnet. Laut dem ADAC SkiGuide werden diese auch immer familienfreundlicher. In diesem Winter wurde das Stubaital von dem großen deutschen Automobilclub zum kinderfreundlichsten Skigebiet gewählt. Ausschlaggebend für die gute Bewertung war: “Kinder bis zehn Jahre fahren kostenlos. Skilehrer und Erzieherinnen auf der Piste und im Tal kümmern sich um das Wohl der Kleinsten, spezielle Kinder- und Jugendcamps sorgen für Abwechslung”. Beim DSV SkiAtlas dagegen bieten wieder einmal die Pisten rund um Serfaus Fiss Ladis in Tirol das Beste für Familien.

Dass die Prüfer da teilweise recht unterschiedlicher Meinung sind, hängt damit zusammen, dass sie andere Bewertungskriterien aufstellen. Für die einen sind die Angebote an Kinderskischulen besonders wichtig, andere bewerten die Serviceangebote für Familien oder Kinderermäßigungen höher.

Kinderschlitten-Parcours und Märchendörfer

Was die Freizeitangebote angeht, ist Serfaus Fiss Ladis sicher am interessantesten ausgestattet. Kinderschneealmen mit Bobbahn, Kinderschlitten-Parcours, einem Märchendorf oder einem Indianerland lassen bei den Kleinen garantiert keine Langeweile aufkommen. Doch der Spaß hat natürlich auch seinen Preis und schlägt in der Hauptsaison mit einem sechs-Tage-Skipasspreis mit 185,50 für die Eltern und 108 Euro für Kinder zu Buche.

Neben günstigeren, aber eben nicht ganz so bekannten Skiorten gibt es auch Familienangebote für Eltern mit größerem Urlaubsbudget. Im Tannheimer Tal in Tirol beispielsweise können sich die Kleinen in einem Kinderclub bei eigens für sie entwickelten Kinder-Spa-Behandlungen vom Schulstress erholen. Hierzu zählt zum Beispiel die Braunbärenmaske, die aus Heilerde und Olivenöl besteht. Sie soll dafür sorgen, dass kleine Pickel schneller abheilen. Das Steigenberger Hotel Gstaad-Saanen setzt noch einen drauf - das erste “Kid’s Spa” in der Schweiz besitzt einen eigenen Wellness-Bereich für Kinder.
Ähnliches bietet auch das Schloss Elmau in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Hier kostet der Tag jedoch auch mehr als in den meisten Skigebieten die komplette Ferienwoche.



Hotels für Erwachsene

In der Regel berichten wir hier nur von Hotels und Unterkünften, die besonders familienfreundlich sind. Doch auch die Zahl der Hotels, die Erholung ohne Kindergeschrei versprechen, wächst.

Diese “Erwachsenen-Hotels“ versuchen, mit nicht jugendfrei-Angeboten zu werben und so Familien mit Kindern fernzuhalten. Dabei muss es sich nicht einmal um einen Swingerclub handeln sondern meist um sogenannte „ruhige Wellness-Paradiese“.

Immer mehr Hotelketten machen auch auf zweideutige Weise deutlich, dass die Zielgruppe Familie nicht gewünscht ist. Diese Hotels bestimmen, dass in Reisekatalogen ein Mindestalter für ihre Hotels erfasst wird. Diese Aussagen können z.B. heißen „Kinder unter 15 Jahren werden nicht akzeptiert“. Oder sie verzichten einfach komplett auf Kinderangebote wie z.B. einen Kinderclub, Kinderanimation oder Ermäßigungen für Kinder.

Dabei handelt es sich meist um Hotels im vier und fünf Sterne Bereich.

Unsere Meinung: Die Zahl der immer kinderfreundlicher werdenden Familienhotels wächst glücklicherweise deutlich stärker und solche Angebote haben doch auch etwas Gutes – in kinderfreundlichen Hotels sinkt so vielleicht die Zahl derer, die sich über spielende Kinder beschweren. Das hat doch auch etwas…